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Stiftung Warentest lobt "Kombianlagen"

In ihrem Test vom April 2003 bestätigte die Stiftung Warentest, dass sich nur die sogenannten Kombianlagen auszahlen. Damit sind Anlagen gemeint, die erstens die Heizung unterstützen und zweitens das Warmwasser bereiten.

Titelbild der Stiftung Warentest April 2004Immerhin hätten sich die Kombianlagen erst in den letzten Jahren im Markt etabliert, schreibt die Stiftung. Jedenfalls lohne sich Solarenergie nicht, wenn sie nur das Duschen verbilligt.

Für Spitzenleistungen sei es unerheblich, ob Flach- oder Vakuumröhren-Kollektoren verwendet werden, den Unterschied merke man nur im Geldbeutel. Anders als die Stiftung empfehlen wir, wenn schon denn schon, für die ergänzende Energieerzeugung anstelle eines Öl- oder Gasbrenners den krisenfesten Holzpelletofen (mit Holzpresslingen) oder andere Verwendung von Biomasse, zum Beispiel Hackschnitzel oder Miscanthus-Gras.

Mittlerweile unterscheiden seriöse Anbieter bei den Kombianlagen die Nutzklasse MX von der Klasse ST (vielleicht unter anderen Begriffen, aber im Prinzip wie wir). Die Anlagen nur zur Warmwasserbereitung bilden die Nutzklasse WW.

Den Bauherren interessiert die Gesamtleistung der Anlage, sie wird von der Systemtechnik mehr als von den Kollektoren beeinflusst. So sagte die Stiftung, die Anlage müsse von einem Installateur gemacht werden, der sich auch mit Kollektoren auskennt. Und mit der Regelungstechnik und Hydraulik, sonst wird aus der schönsten Anlage kein Erfolg, fügen wir hinzu.

Richtig, aber halbherzig

Der Warentest-Vergleich von elf Solaranlagen war korrekt, aber halbherzig, denn er beschränkte sich auf die Anlagen der Nutzklasse ST. Unsere Anlagen der Nutzklasse MX erzielen bessere Werte. Sie hätten unter vergleichbaren Bedingungen mehr Kollektorfläche (20m² statt 7 bis 16m²) enthalten und näher an 40% des Öl- oder Gasverbrauchs als Einsparung erzielt (nicht 11 bis 28% wie die geprüften).

Unsere "Kombi-Anlage" hat den Vorzug, dass sie statt 20 Jahren Lebenszeit näher bei 40 Jahren liegt. Lässt sich das beweisen? So lange gibt es noch keine Anlagen heutiger Bauweise und Bauausführung! Richtig, aber unser Anspruch ist plausibel: Unsere Anlagen sind unkompliziert und können daher im schlimmsten Fall auch repariert werden, und wo etwas verschleißt, lässt unsere Bauweise zu, dass der Austausch unaufwändig geschehen kann. Wo man beispielsweise die Dichtungen an den Kollektoren nicht austauschen kann, ist er spätestens nach zwanzig Jahren unbrauchbar.

Ganz besonders fällt das ins Gewicht bei den Kombispeichern (nicht zu verwechseln mit den Kombianlagen). Die Kombispeicher der Warentest-geprüften Anbieter haben ein kompliziertes Innenleben. Wo viel eingebaut ist, kann viel kaputtgehen. Und wenn so ein Speicher im Inneren krank ist, gibt es nichts zu reparieren, er muss als ganzes ersetzt werden! Wir setzen ähnliche Speicher nur unter bestimmten Voraussetzungen ein - in Eigenheimen enthalten unsere Pufferspeicher nur das Pufferwasser, sonst nichts - da korrodiert auch nichts. Es ist kein Zufall, dass wir von diesem Konstruktionsprinzip nur unter besten Bedingungen abweichen.

Hätte auch unsere (oder eine andere) MX-Anlage die Note "Gut" bekommen? Aus alle Fälle. Immerhin war keine der geprüften Anlagen schlecht, zwei bekamen sogar "Sehr gut". Das ist schön, auch sonst erfreute uns der Testbericht, aber die Prüfer haben das schon damals bekannte Prinzip der MX-Klasse übersehen. Jedenfalls bestätigt der Test unser beharrliches Predigen: Die Einpassung soll nur von einem Installateur gemacht werden, der sich mit Kollektoren und mit der Systemtechnik auskennt. Dafür sind die meisten Installateure nicht geschult.

Mit einiger Schärfe schmäht Gutachter Christian Keilholz die fortgesetzte Kurzsichtigkeit mancher Anbieter, die im Markt Kleinanlagen (WW und viele der zu klein dimensionierten ST-Anlagen) verkaufen, um mit dem Abgreifen von Fördermitteln ein schnelles Geschäft zu machen: "Bisher haben wir einen lächerlichen Anteil für die Heizungsunterstützung. Wenn sich nun durch die neue Energieeinsparverordnung solares Heizen stärker verbreitet, dann werden wir noch eine Stufe mehr Überforderung des Handwerks erleben." Solche Handwerker schmähen in der Regel die Anlagen der Klasse MX, denn damit würden sie nicht fertig.