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Sonnenhaus-Vorgaben

Nach der anfänglichen medialen Begeisterung für das Passivhaus entdecken immer mehr Bauherren das Sonnenhaus. Das sind architektonisch reizvolle Häuser, die man ohne jede Einschränkung bei der Lebensqualität bewohnen kann. Sonnenhäuser unterscheiden sich in wesentlichen Fragen der Technik und der Wohnkultur von Passivhäusern.

sonnenhaus-georg-dasch Entwurf: Georg Dasch (Bild: Sonnenhaus-Institut) Der Baustandard des Sonnenhauses bedeutet, kurz gefasst: Es muss dem Dämmstandard gemäß EnEV 2009 minus 30 Prozent (oder besser) gerecht werden. Es liegt de facto zwischen dem KfW-Energieeffizienzhaus "70" und "55". Der Primärenergiebedarf soll unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr liegen und unterschreitet den eines Passivhauses mit Klimakompaktgerät etwa um das Drei- bis Vierfache. Zur Heizung muss die Sonne als Hauptenergieträger dienen. Das bedeutet einen solaren Deckungsgrad für Heizung und Warmwasser von mindestens 50 Prozent. Die Nachheizung soll möglichst aus regenerativer Quelle geschehen (Holz, Pellets und andere). Die jährlichen Heizkosten dürfen (unter heutigen Umständen) max. 250 € betragen.

Gesamtansicht eines Ganzjahresolarhauses Energetikhaus 100 - mit 97% solarer Deckung (versprochen waren 95%) Äußerliches Merkmal der Sonnenhausarchitektur ist das steil nach Süden geneigte Solardach. An der Spitze der Energieunabhängigkeit des Sonnenhauses stehen Entwürfe, die man auch als Ganzjahressolarhaus bezeichnet. Sie weisen nahezu 100 Prozent solare Deckung auf. Ob 100 oder 97 Prozent, oder ob man sich auf 70% beschränkt, ist auch eine Frage des abnehmenden Grenznutzens, und nicht zuletzt eine Frage des Lebensstils. Beispielsweise im Energetikhaus 100 ist der offene Kamin reizvoller Bestandteil des Wohnzimmers. Er dient dem Wohnerlebnis und sichert nebenbei - falls es ein sibirischer Winter würde -, dass im äußersten Notfall der Puffer nachgeheizt werden kann.