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    yvComment solution, version="1.25.3"

Harmonisierte Wärmekomponenten der Solarthermie-Anlage

Physikalisch ist es sinnvoll und problemlos, mit größerer Kollektorfläche Mängel der Dachlage auszugleichen, die sich nicht ändern lassen, etwa die Dachneigung (zu flach) oder ungenaue Ausrichtung (nicht südlich genug), Hauptsache es ist genug Platz vorhanden.

Fünf Bedingungen sind zu erfüllen

Landgut mit Kollektoren über die gesamte Südseite Je größer die Fläche, die der Sonne angeboten wird, desto höher die Aussicht auf speicherbaren Ertrag

Theoretisch wäre auch der Pufferspeicher kein Problem. Je kälter es draußen wird, desto höher stellt der Regler die Vorlauftemperatur zu den Heizkörpern. Das hat zur Folge, dass auch die Rücklauftemperatur allmählich steigt. Hätte man im Wohnzimmer Heizkörper, die sich ausdehnen wie Ballons, wäre diese Hochregelung nicht nötig - und das Zimmer unbewohnbar...

Eine Sonnenwärmeanlage trägt nur dann etwas Nützliches zum Wärmehaushalt bei, wenn sie die Rücklauftemperatur übertrifft. Das ist heutzutage kein Problem mehr, es müssen nur diese fünf Bedingungen erfüllt sein:

  • Hinreichende Kollektorfläche möglichst nahe am Ort des Energieverbrauchs. Ungünstige Neigung und Orientierung zur Sonne können durch mehr Fläche kompensiert werden. Auch ein First in Nord-Südrichtung ist kein Problem, wenn die Ost- und Westneigung Flächen für Kollektoren bietet.
  • Trägflusstechnik: Die Solarflüssigkeit im Kollektorkreislauf bewegt sich extrem langsam durch die Kollektorfläche. Bis die Wärme abgezapft und zum Pufferspeicher geleitet wird, schafft die Solarflüssigkeit im Frühjahr und Herbst bis zu 90°C, selbst im Winter bei Außentemperaturen von minus 5°C und voller Sonne noch bis zu 70°C.
  • Das System muss die geerntete Temperatur speichern und im Wechsel zwischen Verbrauch und Nachschub sparsam verwalten. Dafür sorgt die schichtweise Beladung des Pufferspeichers von oben nach unten sowie ggfs. eine Nutzung der Zirkulationswärme in der dafür geeigneten Schicht.
  • Ein programmierbarer Regler muss diese Abläufe mit eingebauter Intelligenz steuern. 
  • Sämtliche Bauteile in der Systemtechnik müssen derart ausgelegt (und sorgfältig montiert) sein, dass sie der Energievergeudung entgegenwirken und Wärmeverluste am Speicher, an den Leitungen usw. minimiert werden. Sparen an dieser Stelle rächt sich immer. 

Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der fünf Komponenten ist ein Konzept, das dem Anlagenzweck gerecht wird und zugleich das Optimum an Einsparung der Energiekosten sichert.

Ein intelligenter Regler besorgt die gewünschte Versorgungssicherheit aus kostenloser solarer Energie einerseits und bezahlter Energie vom Heizkessel (aus den teuren Brennstoffen) andererseits. Im winterlichen Erzgebirge, bei Außentemperaturen von minus 10 bis 20°, lieferte beispielsweise die Anlage des Tropariums im Kurort Wiesenbad an den empfindlich kalten Sommertagen im Januar 2004 mittags immerhin noch plus 60°. Für den Bauherren, der für seine exotischen Pflanzen und Tiere 29° Dauertemperatur benötigt, eine bargeldwerte Leistung.