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Energierücklaufzeit und Umweltschutz

Wieviel Energie muss in Produktion, Transport, Montage, Wartung gesteckt werden um dafür wieviel Energieersparnis zu erzielen? Und nicht zu vergessen, wieviel Energie muss in den eigentlichen Prozess der Energieerzeugung investiert werden?

Manch edle Idee zum Nutzen der Welt sieht blass aus, sobald die Energierücklaufzeit (die energetische Amortisation) zur Sprache kommt. Ergibt sich aus Energiegewinn minus Energieeinsatz eine positive Zahl, kann von energetischer Amortisation gesprochen werden.

Ein Beispiel für Brachialgewalt statt energetischer Amortisation ist der Aufwand, Steinkohle aus großer Tiefe zu bergen. Ganz zu schweigen von dem Aufwand, atomaren Müll über Jahrtausende so zu verbergen, dass kein tödlicher Unfug damit angestellt werde.

Unsere Sonnenwärmeanlagen überschreiten den energetischen Kipp-Punkt binnen zwei Jahren. Das heißt, nach zwei Jahren hat unsere Solaranlage bereits soviele Kilowattstunden geerntet, wie sie zur eigenen Herstellung und Errichtung selbst verbraucht hat. Zur laufenden Bereitstellung von Energie tut die Sonne, was sie voraussichtlich weiterhin leistet: Sie scheint kostenlos.

Was uns daran fasziniert: Eine umweltschützende Maßnahme muss keine Askese fordern, sondern sie kann Luxus in den Alltag tragen. Man gewinnt einen neuen Blick auf den Umgang mit Rohstoffen. Uns selbst geht es so, vermutlich weil man umso ernster nimmt, was man durch eigene Entscheidung erwirbt.

Energierücklauf im Vergleich: Die Solarwärmeanlage amortisiert sich energetisch binnen ein bis zwei Jahren (der Kollektor alleine in fünf Monaten); die Sonnenstromanlage (Photovoltaik) braucht zwei bis vier Jahre; die Windkraftanlage nur drei bis sechs Monate, nicht Jahre! Hingegen amortisieren sich Kohle- und Atomkraftwerke - energetisch gesehen - überhaupt nicht.

Sie rentieren sich nicht einmal ökonomisch, denn sie müssen von der Allgemeinheit alimentiert werden, sei es, indem der Staat geradesteht, wenn etwas schief geht, sei es durch Subventionen heute oder in früheren Jahren. Die natürlich irgendjemand bezahlen muss, die Steuerzahler, das sind Sie und wir. Der Steuerzahler steht übrigens auch bei Unfällen wie in Tschernobyl gerade, denn die Versicherungsgesellschaften weigern sich, Atomkraftwerke gegen den GAU zu versichern. Täten sie es dennoch, müsste der Staat enorme Versicherungsprämien leisten - wiederum der Steuerzahler.

Solarthermie ist billiger.