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Primärenergiebedarf - Messgröße der Zukunft

Der Primärenergiebedarf umfasst neben dem Endenergiebedarf für die Heizung und ihre Bestandteile sowie die Warmwasserbereitung auch die Verluste, die vor den Verbrauchern (Heizkessel, Elektroheizstab usw.) anfallen.

Das betrifft die Verluste von der Gewinnung des Energieträgers an seiner Quelle über Aufbereitung und Transport bis zum Gebäude, Speicherung und Verteilung im Gebäude. Die EnEV - Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden - bestimmt dafür Obergrenzen, die bei der Errichtung von Gebäuden einzuhalten sind. Gemessen wird der Primärenergiebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr.

y_Altenpflegeheim_Caritas_Bild_2Wenn Sie elektrisch heizen und lüften und Warmwasser bereiten (beispielsweise mit einer Wärmepumpe), beziehen Sie Strom aus Kraftwerken mit einem Wirkungsgrad zwischen 30 und 40 Prozent: Von zehn Schaufeln Kohle, die im Kraftwerk verfeuert werden, kommt im Gebäude der Gegenwert von drei, höchstens vier Schaufeln an. Energie wird verbraucht für die Förderung, die Umwandlung und den Transport und so weiter. Nur bei der Solarthermie besteht so gut wie kein Primärenergiebedarf, bis auf den Strom für die Pumpen im System (bei Systemen von Soli fer extrem niedrig). Am zweitbesten schneidet Holz ab, dann kommen Öl und Gas; besonders ungünstig ist es, eine veredelte Energieform zum Heizen zu vergeuden, nämlich Elektrizität (Edelenergie ist zum Betrieb von Geräten besser geeignet, beispielsweise für den Rechner, mit dem dieser Text zu sehen ist). Das erklärt, weshalb sich außer dem Gesetzgeber immer mehr Bauherren für den Primärenergiebedarf interessieren:

Primärenergieverbauch kWh/m2·a
Altbau 150 bis 250
Neubau (nach EnEv 2007) 100 bis 120
Neubau (nach EnEv 2009) 70 bis 90
Passivhaus (mit Wärmepumpenheizung) 35 bis 60
Sonnenhaus 5 bis 15