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Contracting statt Investition

Wärme-Contracting ermöglicht auch bei mangelnder Liquidität eine vorausschauende Sanierung des Wärmehaushalts von Mietwohngebäuden. Darin verhält sich der Anteil solarer Deckung des Wärmebedarfs wie eine Versicherung gegen den Entwicklungstrend bei den Brennstoffkosten und die dabei auftretenden Preisschwankungen.

Wachsender Druck auf Vermieter

Wohnungsvermieter geraten unter wachsenden Druck. Nach der strenger gefassten Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) weisen immer mehr Gebäude zu hohe Abgasverluste auf. Die Trinkwasserverordnung verschärft die Vorkehrungen zum Schutz vor Legionellen und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) hat einer EU-Richtlinie vorgegriffen, die eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien im Wärmehaushalt beschreibt: für Neubauten sowieso, und bis zum 31. Dezember 2014 ist - unter bestimmten Voraussetzungen - Ähnliches für Altbauten zu erwarten.

Da besteht Handlungsbedarf, besonders dringend bei einem Verbrauch ab etwa 20 Liter Heizöl je Quadratmeter Wohnfläche. Dabei ist die Erneuerung des Heizkessels nicht die einzige Maßnahme, die in Betracht kommt.

SCHAUBILD wohnnebenkosten-mietwohnbau Fehlende Liquidität muss den erforderlichen Investitionen nicht im Wege stehen, wenn durch Wärme-Contracting das Risiko auf einen Dritten verlagert wird. So kann es zu einer zukunftsweisenden Komplettsanierung kommen. Durch Einrichten einer integrierten Heizzentrale mithilfe von Solarthermie und der - damit einhergehenden - Pufferspeicherung ist eine Kombination erzielbar, die über den unmittelbaren Kostenvorteil hinausgeht. Ein nennenswerter Anteil der Wärmeerzeugung durch Solarthermie hilft, die Normen zu erfüllen und er stabilisiert das Kostengefüge gegen die Unsicherheiten in der Preisentwicklung bei fossilen Brennstoffen: Die Solarthermie veredelt den Einsatz von Gas, Öl, Biomasse und Wärmepumpe in Mietwohngebäuden.

Da in der Regel der Wärmemengenzähler die Schnittstelle zwischen der Heizzentrale und den Nutzern darstellt, liegt es im Interesse des Anlagen-Contractors (Anbieter des Wärme-Contracting), dass die Wärmeverluste innerhalb der Heizzentrale (Kessel, Brenner, Speicher, Regelung, Pumpe, auf ein Minimum beschränkt bleiben. Die Höhe dieser Verluste wird weitgehend unterschätzt. Auch in dieser Sache bieten wir langjährige Erfahrung.

Auslöser für den Abschluss eines Contracting-Vertrages

  • Erneuerungs- und Sanierungsbedarf alter Heizkessel
  • Hoher Reparaturbedarf
  • Ersatzteilhaltung nicht mehr sichergestellt
  • Häufiger Heizungsausfall
  • Steigerung des Wohn- und Heizkomforts
  • Verbesserung der Vermietbarkeit
  • Überhöhter Brennstoffverbrauch
  • Fehlende Liquidität

Vorteile des Wärme-Contracting

  • Keine Eigenmittel werden benötigt
  • Das Nutzer-Investor-Dilemma lässt sich mildern
  • Der Aufwand für die Heizkostenabrechung und das Zahlungsausfallwagnis können entfallen

Vollkostenrechnung 

Wärme-Contracting sollte nicht auf die Frage der Finanzierung beschränkt bleiben. Wenn man den Wärmehaushalt als Gesamtaufgabe mit allen dazugehörigen Leistungen betrachtet, fallen Contracting-Lösungen oft günstiger aus als die Summe isolierter Einzelmaßnahmen. Für eine gründliche Abwägung ist der richtige Vergleichsansatz zu wählen: Die Contracting-Jahreskosten dürfen nicht allein mit den bisherigen jährlichen Betriebskosten für Energiebezug und Instandhaltung der Altanlage verglichen werden. Die geplante Contracting-Lösung muss mit dem Aufwand für den Einbau und Betrieb einer neuen Heizzentrale in Eigenregie verglichen werden, und zwar in einer Vollkostenrechnung nach der VDI-Richtlinie 2067. Dabei werden alle investitions-, betriebs- und verbrauchsabhängigen Aufwendungen für die Erzeugung der Nutzenergie über einen Zeitraum von 10 oder 15 Jahren einbezogen.