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Architektonische Eckpunkte des Sonnenhauses

Für Architekten sind die Gestaltungslinien des Sonnenhauses nichts Neues - so haben schon die Griechen der Antike gebaut, damit sie im heißen Sommer wie im kalten Winter den jeweils besten Nutzen aus dem Verlauf der Sonnenbahn ziehen.

sh_kollektoren-steil-zur-wintersonne (Bild: Sonnenhausinstitut) Die ideale Neigung der Kollektoren beträgt bis zu 80°; unter 50° darf sie nicht liegen. Diese Stellung bevorzugt den Beitrag der Wintersonne. Die Stellung ist zwar im Sommer weniger effizient, aber unter der hoch stehenden Sommersonne ist der Solareintrag dennoch im Übermaß gegeben - so fällt die Ineffizienz nicht ins Gewicht. Wichtiger ist die Effektivität des Gesamtsystems im Herbst, Winter und Frühling.

Im Winter bieten die steil gestellten Kollektoren der Sonnen einen besseren Einfallswinkel früher am Morgen und länger am Nachmittag um nützliche Sonnenstrahlung zu gewinnen. Zugleich ermöglicht ein solcher Entwurf ein hohen passiven Beitrag des Gebäudes zum Wärmehaushalt im Winter, während sommers die hohe Mittagssonne nicht durch die Fensterfront der Südseite ins Hausinnere gelangt.

sh_sonnenstand-und-verschattungsfreiheit (Bild: Sonnenhausinstitut) Auf den ersten Blick muss die - zugleich aktiv und passiv wirksame - Sonnenfront des Hauses exakt nach Süden gerichtet sein. Tatsächlich kann man in der Regel auch noch bei 30° Abweichung dem Sonnenhaus-Standard gerecht werden: mindestens 50% solare Deckung. Normalerweise gleicht etwas mehr Fläche die Abweichung aus. Lässt jedoch der Entwurf des Gebäudes nur eine knappe Kollektorfläche zu, empfiehlt sich ein Blick auf den täglichen Wetterverlauf am Bauort. Überwiegt im statistischen Mittel die Morgensonne, weil es am Nachmittag öfter bewölkt ist, dann ist eine Korrektur nach Süd-Südost angezeigt. Im Zweifel hat sich hierzulande eine leichte Korrektur nach Süd-Südwest bewährt. Mithilfe eines Sonnenbahnanalysators kann man abschätzen, wie sich das Wachstum der Bäume auf dem Grundstück des südlichen Nachbarn auswirken wird.

sh_dachneigung-und-verschattung (Bild: Sonnenhausinstitut) Je nach Anbringung der Kollektoren wächst der Mindestabstand zum Nachbarn. Auch dieses Maß ist an der Wintersonne orientiert.