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    yvComment solution, version="1.25.3"

Schichtladung mit Intelligenz

Die Wärme des Solarwassers aus dem Solardach gerät über einen Wärmetauscher zur Schichtladeeinheit. Sie wird in das Pufferwasser im Pufferspeicher schichtweise, je nach Temperatur, weiter oben oder unten eingebracht.

Aufgabe einer intelligenten Schichtladeeinheit ist es, die Wärme der Solarflüssigkeit möglichst verlustfrei an das Pufferspeicherwasser abzugeben. Dieses ist zugleich die Flüssigkeit in den Heizkörpern. Der Hochleistungswärmeübertrager aus Edelstahl ist außerhalb des Pufferspeichers angebracht. Dabei wird durch geregelte Drehzahl der Umwälzpumpe eine energieeffiziente Übertragung erreicht.

schichtladeeinheit_500Das oben liegende, heiße Wasser ist unmittelbar verfügbar für die Raumheizung und die Warmwasserbereitung. Praktisch ohne Verzögerung, schon bei geringer Sonneneinstrahlung, erbringen die Trägflusstechnik und die geschichtete Temperaturbeladung des Pufferspeichers nutzbare Temperaturen und verhindern, dass sich der Kessel zum Nachheizen einschaltet. Voraussetzung dafür ist wiederum, dass der Puffer im Mittelpunkt des Systems steht. Das ist von zentraler Bedeutung: Nicht der Heizkessel, sondern der Pufferspeicher ist das Herz der Anlage.

Eine weitere Voraussetzung ist die Pflege der Temperaturschichten. In Standardanlagen wird darauf (aus Kostengründen) meist verzichtet: Dort werden bei der Zufuhr frischer Solarwärme die Schichten immer wieder verwirbelt (die von alleine entstünden, wenn man dem Speicher nichts zuführte oder von ihm abnähme). Durch das Schichtverhalten des Pufferspeichers und die ausgeklügelte Regelung des Kälte- bzw. Wärmehaushalts zwischen Speicher und Kollektor zieht man zu den Übergangszeiten sowie im Winter den besten Nutzen aus der Sonne.

Im Sommer ist es weniger spektakulär, diese Ansprüche erfüllen sogar unzulängliche Anlagen - aber nur dann. Die Regelung und das hydraulisch abgeglichene Gesamtsystem der Klasse MX funktionieren zu allen Zeiten sparsam, das Verhältnis zwischen eingesetzter Elektroenergie und der erzeugten solaren Wärmeenergie beläuft sich auf mindestens 1 zu 100. Zum Vergleich: Die Arbeitszahl der Wärmepumpe liegt bestenfalls bei 1 zu 4 - in der Praxis häufig eher bei 1 zu 3.

Verwirbelung der Schichten wird konsequent verhindert

Ein wichtiger Beitrag zur Effektivität unseres Systems ist der völlige Verzicht auf - die stets störanfälligen - Rückschlagklappen. Stattdessen dosieren stufenlos drehzahlgeregelte Pumpen feinste Volumenströme aller Medien; die strömende Flüssigkeit wird nicht durch das abrupte Schlagen von Rückschlagklappen gebremst und verwirbelt daher auch nicht die Schichtung im Speicher (der berüchtigte Waschmaschineneffekt). Das System kann auf wechselnde Anforderungen angemessen und stromsparend reagieren. Ein Motorventil verhindert darüber hinaus auch, dass bei Überhitzung Dampf an das solare Ausdehnungsgefäß geriete und des nachts Wärme aus dem Puffer zurück in das Dach steigen könnte - was bei Rückschlagklappen immerhin möglich ist, da sie bereits bei geringster Verschmutzung unvorhergesehen reagieren.